Block 2

Aufgrund der Tatsache, dass ich die Vorlesung von letzter Woche vorzeitig verlassen musste, konnte ich nicht am Rollenspiel "Hasenwald vs. Kies" teilnehmen. Die folgenden Fragen beziehen sich daher auf das Verhandlungs-Rollenspiel "Prometheus vs. Pure Health".

1. Ganz spontan – wie hat Ihnen diese Aufgabe gefallen?
Ich empfand das Rollenspiel zur fiktiven Verhandlung zwischen Prometheus und Pure Health überraschend spannend und lehrreich. Möglichst gute Konditionen für sich selber auszuhandeln, ohne dabei zu wissen, welche Ziele meine Verhandlungspartnerin anstrebt, erforderte eine gewisse Balance aus Kompromissbereitschaft und der Beharrung auf dem eigenen Standpunkt. Nichtsdestotrotz verleitete die lockere Atmosphäre und das eigene Bewertungsschema dazu, die Verhandlung nicht annähernd so hartnäckig zu führen, wie dies bei einer "echten" Verhandlung nötig wäre. Wir konnten uns immer relativ schnell auf Kompromisse einigen, was sicher auch daran lag, dass sich die relevanten Verhandlungspunkte unsererseits völlig unterschieden. Was sich für mich als Gewinn darstellte, war nicht zwangsläufig ein Verlust für meine Verhandlungspartnerin und umgekehrt.
2. Was haben Sie gut gemacht?
Während der Verhandlung versuchte ich stets, mithilfe des vorgegebenen Bewertungsschemas, meine Forderungen in den für mich relevanten Verhandlungspunkten einzufordern, und Kompromisse dort einzugehen, wo sie für mein Verhandlungsziel nicht von grosser Bedeutung sind.
3. Was werden Sie nach dieser Erfahrung und nach den Inputs zu Verhandlungstrategien – in einer echten Verhandlung – anders machen? Haben Sie sich dazu etwas vorgenommen oder hatten Sie ein ‘Aha-Erlebnis’?
Ich werde versuchen, in zukünftigen Verhandlungen mehr nach dem Harvard Verhandlungsmodell zu handeln und Verhandlungen nicht nur aus der rein kompetitiven Sicht zu betrachten. Auch wurde mir durch die Vorlesung wieder bewusst, dass eine gründliche Vorbereitung und die Erarbeitung eigener Alternativen zur Verhandlungsübereinkunft (BATNA) die Grundlage für eine erfolgreiche Verhandlung bilden.

Mein persönliches "Aha-Erlebnis" war die Feststellung, wie stark ein einmalig gesetzter Ankerwert den weiteren Verlauf einer Preisverhandlung beeinflusst, und wie wenig dabei der eigentliche Realitätsgehalt des Ankerwertes eine Rolle spielt.

Kommentare

  1. Lieber Dominic,
    das Rollenspiel der fiktiven Verhandlung zwischen Prometheus und Pure Health war auch für mich sehr interessant. Ich denke, dass beide Parteien dank einer guten Vorbereitungszeit bereits die besten Punkte kannten, um ihre unterschiedlichen Ziele in den Verhandlungen zu erreichen. Beide Parteien könnten Kompromisse eingehen, ohne völlig benachteiligt zu sein (man könnte eine Win-Win-Situation haben). Ich denke, das ist wahrscheinlich der Grund, warum die Atmosphäre während der Verhandlungen entspannt war. Du hast deine Interessen privilegiert und bist gleichzeitig Kompromisse eingegangen, um am Ende der Verhandlungen eine Einigung zu erzielen. Diese Haltung ermöglicht beiden Parteien, ihren Nutzen in den Verhandlungen zu finden.
    Liebe Grüsse
    Durelle

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  2. Lieber Dominic
    Vielen Dank, dass Du die Aufgabe so flexibel angepasst hast. Ich bin froh, dass ich auch zu diesem Rollenspiel ein Feedback bekomme!
    Schön, dass dies eine gute Erfahrung war und Du davon etwas mitnehmen kannst. Ich bin gespannt, ob Ihr das heute gleich im climate interactive anwenden könnt!
    LIebe Grüsse
    Petra

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