Block 5 - Gruppennoten
1. Ganz spontan – gab es bei der Durchführung des Rollenspiels ein ‘Aha-Erlebnis’?
2. Was haben Sie in der Rolle der Mediatorin/Dozentin gut gemacht? Aufgrund dieser Erfahrung – auf was werden Sie bei der Vorbereitung eines Konfliktgesprächs in Zukunft besonders achten?
3. Haben Sie aufgrund der bis jetzt im Modul Umweltmediation gemachten Erfahrungen Ihr Konfliktverhalten bereits verändert? Falls ja – wie äussert sich diese Veränderung? Falls nein – hat das Modul Ihr bisheriges Verhalten bestätigt? Oder was bräuchte es, damit Sie neu Gelerntes direkt in den Alltag übertragen könnten?
Die für mich persönlich interessanteste Erkenntnis:
Der Versuch, trotz fehlender Empathie die Bedürfnisse und Ziele des persönlichen Streitpartners besser nachzuvollziehen. Meiner Meinung nach kann dies die gemeinsame Lösungserarbeitung deutlich vereinfachen.
Mein persönliches "Aha-Erlebnis" hatte ich in der Rolle des Mediators. Nahezu ohne Vorbereitung meinerseits fiel es mir schwer, die Mediation strukturiert zu leiten. Ich musste regelmässig während dem Rollenspiel die Verfahrensschritte einer Mediation in der Theorie nachschlagen, wodurch die Mediation an Struktur verlor. Des Weiteren erwarteten die Streitparteien laufend Inputs/Lösungsvorschläge meinerseits. Dieser Umstand, in solch kurzer Zeit sinnvolle Lösungsvorschläge zu liefern, ohne dabei Partei zu ergreifen, überforderte mich schlussendlich. Zudem lag es in meiner Verantwortung, die Mediation am laufen zu halten. Zusammenfassend wurde mir hier bewusst, wie wichtig eine gründliche Vorbereitung sein kann.
2. Was haben Sie in der Rolle der Mediatorin/Dozentin gut gemacht? Aufgrund dieser Erfahrung – auf was werden Sie bei der Vorbereitung eines Konfliktgesprächs in Zukunft besonders achten?
Nachdem wir uns gegen Ende der Mediation für keine gemeinsame Lösung einigen konnten, schlug ich den Streitparteien vor, die Gruppenarbeit meinerseits nochmals zu überarbeiten und uns dann in einer weiteren Mediation erneut zu treffen. Dieser Vorschlag half mir, meine neutrale Position auch während der hektischen Schlussphase zu wahren und nicht dem Druck einer Partei nachzugeben und somit eine einseitige Lösung durchzusetzen. Solch eine "Option B" schon während der Vorbereitungsphase zu berücksichtigen, empfinde ich als sinnvoll.
3. Haben Sie aufgrund der bis jetzt im Modul Umweltmediation gemachten Erfahrungen Ihr Konfliktverhalten bereits verändert? Falls ja – wie äussert sich diese Veränderung? Falls nein – hat das Modul Ihr bisheriges Verhalten bestätigt? Oder was bräuchte es, damit Sie neu Gelerntes direkt in den Alltag übertragen könnten?
Die für mich persönlich interessanteste Erkenntnis:
Der Versuch, trotz fehlender Empathie die Bedürfnisse und Ziele des persönlichen Streitpartners besser nachzuvollziehen. Meiner Meinung nach kann dies die gemeinsame Lösungserarbeitung deutlich vereinfachen.
Lieber Dominic,
AntwortenLöschenEigentlich ist ja die Aufgabe des Mediators nicht, Lösungsvorschläge zu bringen, sondern die Konfliktlösung zu unterstützen. Dabei sollen Dinge, die mit dem Beziehungsohr aufgefasst werden können, bzw. werden, mittels Paraphrasierung versachlicht werden um eine zielgerichtete Lösungsfindung unterstützen zu können. Nichtsdestotrotz fand ich Deinen Vorschlag sinnvoll und auch angebracht in dieser Situation, auch wenn der Ablauf so nicht einer richtigen Mediation entspricht.
Gruss Richi
Lieber Dominic
AntwortenLöschenIch war etwas überrascht über Deine Überlegungen. Der Rollenmix Dozentin/Mediatorin war wohl leider wirklich ungünstig - das werde ich nächstes Jahr umschreiben. Entschuldige! Denn als Mediator soll man ja eben nicht Lösungsvorschläge bringen. Diese müssen von den Parteien kommen! Deine Aufgabe als Mediator ist es, die Sachlage zu klären, Themen und Interessen durch gezielte Fragen aufzuzeigen und dann mitzuhelfen, eine gute Lösung zu finden. Ein Vorschlag von Dir kann höchstens durch lenkende Fragen eingebracht werden.
Für das nächste Rollenspiel werdet Ihr Zeit zur Vorbereitung haben. Das wird sicher hilfreich, denn Du hast recht - so war's sicher sehr anspruchsvoll! Nur, Lösungsvorschläge würde ich da nicht vorbereiten. Eher den Ablauf und ev. mögliche Themen die zur Sprache kommen sollten und ev. einige Hintergrundinfos.
Liebe Grüsse
Petra
Lieber Dominic
AntwortenLöschenEs tut mir Leid, haben wir dich gestresst! Ich weiss nicht, ob wir wirklich Lösungen von dir erwartet haben, oder ob du das stärker so interpretiert hast. Ausserdem war es die erste Durchführung und wir waren alle noch nicht so stark in unserer Rolle drin, bzw. haben vielleicht selbst auch noch nicht wirklich eine Vorstellung vom Gesprächsverlauf/von einer Lösung gehabt. Ich fand aber deinen Vorschlag mit der Zuordnung der Textabschnitte zum Schreiber sehr gut. Dadurch wurde zwar das Argument, dass nicht nur das Schreiben an sich, sondern auch konzeptionelle Überlegungen und die Überarbeitung für eine Arbeit wichtig sind ein bisschen untergraben, aber ich denke auch, es war das Beste was du in diesem Moment tun konntest.
Liebe Grüsse
Sarah
Lieber Dominic,
AntwortenLöschenIch denke, dass du deine Rolle als Mediator gut gespielt hast, obwohl du keine Vorbereitung hattest. Du hast allen Konfliktparteien sehr aufmerksam zugehört. Du bist während des gesamten Mediationsprozesses ruhig und neutral geblieben. Ich verstehe, dass es schwierig war, die Rolle des Mediators und des Dozenten zu unterscheiden. Ich denke, du hast als Dozent den Vorschlag gemacht, die Gruppenarbeit noch einmal zu überprüfen. Ich stimme dir auch zu, dass es für die Lösung von Konflikten im Alltag wichtig ist, die Bedürfnisse und Ziele seines Gesprächspartners besser zu verstehen.
Liebe Grüsse
Durelle